Together4Heat
Über Together4Heat
Im Projekt Together4Heat werden gemeinschaftliche Lösungen für eine klimaneutrale, bezahlbare und sozial gerechte Wärme- und Kälteversorgung in ländlichen Regionen des Ostseeraums entwickelt. Im Mittelpunkt stehen Gemeinden und Ortsteile mit bis zu 5.000 Einwohner*innen, in denen sich klassische Wärmenetze wirtschaftlich nicht realisieren lassen. Gemeinsam mit Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Bürger*innen und weiteren interessierten Akteur*innen werden deshalb dezentrale Versorgungsmodelle entwickelt.
Dazu zählen gemeinschaftliche Investitionen von Energiegemeinschaften in Wärme- und Kältesysteme, die gebündelte Beschaffung von Wärmepumpen oder Leasing- und Contractingmodelle. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung von Haushalten mit geringem Einkommen und anderen vulnerablen Gruppen, damit auch sie von bezahlbaren Lösungen profitieren können. In vier Pilotkommunen in Dänemark, Deutschland, Lettland und Polen entwickeln lokale Wärmeteams konkrete Ansätze und Fahrpläne für eine gemeinschaftliche Wärme- und Kälteversorgung. Die gewonnenen Erfahrungen werden grenzüberschreitend ausgetauscht, in praxisnahen Leitfäden aufbereitet und in Politikempfehlungen überführt.
Das Vorhaben wird von der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein koordiniert. Zum Projektkonsortium gehören außerdem die Kommunen Middelfart (DK), Bauska (LV) und Kamienna Góra (PL), der Verband der Energiegemeinschaften Energy Communities Denmark (DK), die Energiegenossenschaft “Sudety Energy” (PL), die Lokale Aktionsgruppe Flax Flower (PL), die Energiegenossenschaft “Energieversorgung Honigsee” (DE), sowie das Latvian Rural Forum (LV).
Team
Förder*innen & Partner*innen
Gefördert wird das Vorhaben als Kleinprojekt (Small Project) durch das INTERREG Ostseeprogramm, kofinanziert von der Europäischen Union. Außerdem wird der Eigenanteil der Heinrich-Böll-Stiftung durch Mittel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) unterstützt. Das Projekt startete am 1. Juli 2026 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.