Mit unserem Projekt Creative Circular Cities waren wir Ende März in Ljubljana auf dem Urban Future Festival. Zwischen Politiker*innen, Stadtplaner*innen und tausenden Besucher*innen aus aller Welt haben wir zusammen mit unseren finnischen Projektpartner*innen einen interaktiven Workshop zum Thema Kreislaufwirtschaft gegeben.
Festival rund um lebenswerte Städte
Das Urban Future Festival ist aber kein Musikfestival, wie man beim Begriff Festival bestimmt denken könnte. Es ist vielmehr ein buntes Wissensfestival. Mehr als 2.000 Menschen aus 290 Städten und 48 Ländern sind in Sloweniens Hauptstadt zusammengekommen, um über eine bessere Zukunft in den Städten zu sprechen. Wie kann die Stadt mehr für ihre Bewohner*innen tun? Wie können Grünflächen in die Stadtplanung integriert werden? Und wie schaffen wir es, die Menschen dabei mitzunehmen?
Creative Circular Cities Workshop
Zumindest die letzte Frage haben wir in unserem Workshop auf dem Urban Future Festival versucht, zu beantworten. Statt einen Vortrag über unsere bisherigen Erfahrungen zu halten, haben wir mal was ganz Neues ausprobiert. Auf kreative Art und Weise sollten die Teilnehmenden einen Lösungsvorschlag für ein (fiktives) Problem in der Stadt erarbeiten. Unsere finnischen Partner*innen haben dafür Karten entwickelt, die dazu genutzt wurden, um Formate, betroffene Menschen und eine konkrete Aktion zu verbinden: Warum nicht mal zusammen ein Storytelling-Event in der Nachbarschaft machen, um den nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu stärken?
Wir haben zwei fiktive Probleme mit nach Ljubljana genommen. Wobei, ehrlich gesagt – so fiktiv sind die Probleme eigentlich nicht. Wer läuft in der Stadt nicht einmal die Woche an alten Möbeln, Lampen, Büchern oder sonstigen Schätzen vorbei? Aber wie können wir diesen Schätzen ein zweites Leben schenken?
Was meint ihr: Wie viel Biomüll landet jährlich fälschlicherweise im Restmüll? Es sind um die 30%. Oftmals passiert das nicht durch Unwissenheit, sondern durch Bequemlichkeit. Wie könnte man das lösen? Unsere Teilnehmer*innen konnten sich diesen Problemen in unserem Workshop widmen.
Kreative Karten, Raum für Diskussionen und eine lockere Atmosphäre sorgten dafür, dass jede Gruppe innovative und kreative Ideen für die Probleme entwickeln konnte. Wir waren alle von der Energie der Teilnehmenden des gesamten Festivals begeistert. Der Spirit von „Wir wollen etwas ändern“ prägte die Tage in Slowenien und nach jedem Gespräch wollte man direkt loslegen und zumindest eine kleine Welt verändern. Am besten beschreibt aber ein Zitat den Spirit des Festivals:
Lass dir nicht von anderen sagen, was du nicht tun kannst. Spiel ignorant – und frag: Warum? – Gerald Babel-Sutter, Co-Founder und CEO vom Urban Future