Alle Zusammen - Inklusives Quartier Anscharpark stellt sich vor

Studie

Im Frühjahr 2020 ist das Projekt „Inklusives Quartier Anscharpark“ gestartet. Ziel ist die langfristige Etablierung eines lebendigen Quartiers, indem sich alle wohlfühlen und teilhaben können.

Eine Gruppe geht durch den Anscharpark

Wir wollen zusammen mit den Menschen im Anscharpark herauszufinden, was es für ein inklusives Quartier braucht. Deshalb stellen uns die Frage, ob und inwieweit der Anscharpark schon jetzt ein inklusives Quartier ist. Außerdem möchten wir gemeinsam Ideen und Konzepte entwickeln, um den Anscharpark noch inklusiver zu machen.

 

Was heißt ... ?

Was heißt Inklusion?

Inklusion heißt, dass alle dazu gehören. Egal wer wir sind, wie wir aussehen oder woher wir kommen. Weil alle dazu gehören, ist es normal verschieden zu sein.

Was heißt Quartier?

Das Wort Quartier kommt aus dem Französischen und heißt Viertel. Es ist ein anderes Wort für Stadtteil.

Was heißt "Inklusives Quartier"?

Ein inklusives Quartier ist, wenn jeder Mensch im Quartier einfach dazugehört und niemand ausgeschlossen wird.

Die Bedingungen im Quartier sind so, dass alle Menschen teilhaben und mitbestimmen können, egal welches Geschlecht sie haben, woher sie kommen, ob sie eine Behinderung haben, wen sie lieben, wie alt sie sind oder welche Bildung oder wie viel Geld sie haben.


Viele Fragen

Wir haben viele Fragen aufgeschrieben, um herauszufinden, was die Voraussetzungen für ein inklusives Quartier sind:

  • Wie vielfältig ist die Zusammensetzung der Menschen, die im Anscharpark wohnen und arbeiten? Gibt es Menschen in jedem Alter, Familien, Paare und Alleinstehende, behinderte und nicht behinderte Menschen, Menschen unterschiedlicher Sprache und Herkünfte, Menschen mit hohen und niedrigen Einkommen, gibt es verschiedene Lebensweisen und Kulturen?
  • Wohnen in einem Haus Menschen zusammen, die wenig Einkommen haben und deshalb eine geförderte Wohnung mieten und Menschen mit höheren Einkommen, die mehr Miete bezahlen?
  • Gibt es im Freiraum, also auf den Grünflächen, Wegen und Plätzen, Orte, an denen sich die Menschen gern treffen?
  • Halten sich die Menschen im Anscharpark gern länger im Freien auf und welche Aktivitäten gibt es da?
  • Wie ist die Nachbarschaft? Kennen sich die Mieter*innen im Treppenaufgang und wie viele Kontakte gibt es zwischen den Häusern?
  • Gibt es Nachbarschaftshilfe?
  • Wie wird man im Anscharpark informiert und wie informiert man andere?
  • Gibt es unter den Bewohner*innen Gruppen, die etwas zusammen machen, ihre Zeit miteinander verbringen, z.B. beim Kartenspiel, Handarbeit, Sport oder gemeinsamen Ausflügen?
  • Wenn Bewohner*innen Hilfe benötigen, wo ist die Hilfe zu bekommen: im Anscharpark, in der Wik oder an anderen Orten in Kiel?
  • Welche Angebote nutzen die Bewohner*innen im Stadtteil Wik: die Einkaufsmöglichkeiten, Post, Bank, Ärzt*innen, die AnNa, den Mercatortreff…?
  • Welche Rolle spielen die Kunstausstellungen im Quartiersleben?

Mitmachen

Diese Fragen können wir nur zusammen mit den Bewohner*innen und den im Quartier arbeitenden Menschen beantworten. Wir haben deshalb viele gemeinsame Veranstaltungen geplant:

  • Treffen, bei denen wir uns in gemütlicher Runde austauschen und kennenlernen können.
  • Gesprächsgruppen, wenn wir ein Thema mehr vertiefen wollen, zum Beispiel welche Aktivitäten in Gemeinschaftsräumen stattfinden könnten oder ob es neue Wege der Kommunikation geben sollte.
  • Gemeinsame Spaziergänge, um über Grünflächen, Wege, Bänke und Hauseingänge zu reden.
  • Vorträge, um uns über inklusive Quartiere woanders zu informieren.
  • Ein Fest, mit dem wir den Abschluss unserer gemeinsamen Arbeit mit allen feiern.

Am Ende soll ein Konzept vorliegen, das Ideen und Vorschläge enthält, die während des Projektes gemeinsam entwickelt wurden. Das soll anderen helfen, auch inklusive Quartiere zu machen.

Umfrage

Unsere Veranstaltungen können wir wegen der Corona-Pandemie leider gerade nicht so machen, wie wir es geplant hatten. Die für November geplanten Treffen im Atelierhaus mussten wir verschieben.

Deshalb haben wir uns andere Möglichkeiten des Austausches überlegt. Wir fangen an mit einer Umfrage, die schriftlich oder online beantwortet werden kann. Wir führen auch Gespräche mit einzelnen Bewohner*innen. Auf der Website informieren wir über den Fortschritt des Projektes.

Wenn ihr uns erreichen wollt, schreibt uns eine Email an IQ@boell-sh.de oder ruft (0431) 55 63 52 an.

Team und Förderung

Unser Team* bekam vom Innenministerium Schleswig-Holstein den Auftrag, dieses Projekt zu bearbeiten. Auch die Stadt Kiel unterstützt unsere Arbeit.

Das Team besteht aus Uli Bähr, Hanna Kieschnick und Helen Ruck von der Heinrich-Böll-Stiftung SH sowie Wulf Dau-Schmidt und Britta Tornow von dau-schmidt.tornow, Stadtentwicklung & Moderation.

 

Logo Inklusives Quartier
Alle Logos der Beteiligten.