Wo verläuft die Grenze? – Erinnerungen zwischen Dänemark und Deutschland

Im Erinnerungsparlament vom 17. bis 23. Oktober 2021 an der Jyderup Højskole arbeiten 40 Teilnehmende aus Dänemark und Deutschland an einer verbindenden Identität für die deutsch-dänische Grenzregion.

Eine Landkarte mit einem ungeordneten Haufen Polaroid-Bildern darauf

Das Projekt PerspektivRegion zielt darauf ab, die Verbindung zwischen Dän*innen und Deutschen in der Grenzregion zu stärken. Erinnerungs- und Zukunftsparlamente, die von Kunstprojekten begleitet werden, stellen die Menschen als Akteur*innen in den Blickpunkt des Vorhabens. Trennende und verbindende Aspekte der deutsch-dänischen Vergangenheit und der Zukunft stehen dabei im Fokus.

Im Rahmen des Projektes soll eine verbindende Identität für die deutsch-dänische Grenzregion geschaffen werden. In diskursiven Prozessen sollen sowohl mentale und tradierte Grenzerfahrungen abgebaut als auch neue Berührungspunkte und Perspektiven der Zusammenarbeit sichtbar gemacht und gestärkt werden. Durch die Entwicklung innovativer Ideen und Konzepte soll die Verbundenheit miteinander auf beiden Seiten der Grenze nachhaltig gefördert werden.

Erinnerungs- und Zukunftsparlamente

Dies soll durch das Veranstalten von Erinnerungs- und Zukunftsparlamenten an der Jyderup Højskole erreicht werden, bei denen je 40 Teilnehmer*innen der Grenzregion in Ausschüssen und Plenarsitzungen vom 17. bis 23. Oktober eine Woche lang unterschiedliche Themen und Herausforderungen erörtern. Was hat uns in der Vergangenheit voneinander getrennt, was verbindet uns in der Zukunft? Initiiert werden soll ein zivilgesellschaftlicher Dialog, der neue Identitäts- und Handlungsräume öffnet. Diese Parlamente werden nicht nur Gespräche und Debatten sein, sondern sollen durch Kunstprojekte verstärkt und vertieft werden.

Da die Teilnehmenden nach Einführung durch Expert*innen selbstständig agieren werden, kann vieles entstehen und alles ist möglich. Genau dies ist von den Projektpartner*innen bewusst erwünscht. Die Zusammensetzung der Teilnehmer*innen soll so divers wie möglich sein. Alle können mitmachen. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit in Veranstaltungen, Booklets und Videos präsentiert.

Das Projekt fördert das Wissen und das Bewusstsein der Bürger*innen über die deutsch-dänische Geschichte. Es schafft neue Begegnungsräume für Menschen beiderseits der Grenze und leistet einen Beitrag zum deutsch-dänischen Verständnis und der gemeinsamen Gestaltung von Gegenwart und Zukunft in der Region.

Das Angebot ist gratis, jedoch verlangt die Jyderup Højskole eine Administrationsgebühr von 40€ oder 300 kr.

Das vorläufige Programm findet ihr unter dem Artikel.

 

Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und der Landeshauptstadt Kiel.

PerspektivRegion Förder-Logos: Interreg Deutschland-Dänemark und Kiel. Sailing City