PULVERFASS LIBYEN - Welche Zukunftsperspektiven sind denkbar?

Pulverfass Lybien

Seit April wird um die libysche Hauptstadt Tripolis gekämpft. Die ostlibysche Armee von Feldmarschall Khalifa Hafter versucht die Hauptstadtmilizen von den staatlichen Institutionen zu vertreiben. Nach dem Aufstand gegen Muammar Gaddafi vor acht Jahren tobt in Afrikas ölreichstem Land ein Kampf um die Geldtöpfe. Leidtragende ist nicht nur die Bevölkerung. Geflüchtete aus Afrika auf dem Weg nach Europa werden Opfer von Entführungen, Vergewaltigungen, Folter, Mord und Zwangsarbeit. Auch in Libyens Nachbarländern Ägypten und Algerien brodelt es, Migration ist für die junge Generation Nordafrikas weiterhin der einzige Ausweg aus den unerfüllten Erwartungen des arabischen Frühlings.

Unser Gast:
Mirco Keilberth, Journalist und Nordafrika-Korrespondent
 
Seit 2011 berichtet Mirco Keilberth aus Libyen, Tunesien und der Maghreb-Region. Bis 2014 lebte er in Tripolis und bereiste alle
Regionen Libyens. Seither lebt er in Tunis. Der Hamburger kuratierte Ausstellungen unter dem Titel „Leben auf der Flucht“ zum Thema Migration im Mittelmeerraum.
Zusammen mit libyschen Journalist*innen gründete Mirco Keilberth die Medienplattform Local Libya. Seit 2018 organisiert ein libysch-tunesisches Team um Mirco Keilberth Kulturevents im Rahmen des Projekts „Breaking the Ice“.
Derzeit ist Mirco Keilberth in Deutschland unterwegs und moderiert u.a. die Veranstaltung Black Box Libyen in der Berliner Zentrale der Heinrich-Böll-Stiftung.