In diesem auf mehrere Jahre angelegten Projekt geht es um interkulturellen Dialog und interkulturelles Verständnis in Kunst, Religion und Politik durch Begegnung von und mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern aus Konfliktregionen. Die ProjektpartnerInnen gehen davon aus, dass die Begegnung Kunst- und Kulturschaffender sowohl zwischen den Beteiligten als auch in der Öffentlichkeit Interesse für andere Kulturen weckt. Dies wiederum ist Grundlage für die Bereitschaft zum wertfreien Dialog sowohl über künstlerische als auch über andere gesellschaftliche Fragen. Für interkulturelles Verständnis sind gerade Konfliktregionen von besonderer Bedeutung, da sich an ihnen politische und religiöse Grundfragen kristallisieren, die einer Verständigung im Wege stehen.
Für die ersten Einzelprojekte von "peace of art" in 2006 wurde der Schwerpunkt Nahost gewählt. Der Nahost-Konflikt ist ein Thema, an dem sich nach wie vor grundlegende Fragen der Entwicklungs- und Friedenspolitik verdeutlichen lassen. Gleichzeitig ist die Region sowohl kulturhistorisch als auch für die Entwicklung von drei Weltreligionen von herausgehobener Bedeutung.
Die einzelnen Bausteine:
Nach dem sehr erfolgreichen Kunstsymposium "piece of art - peace of art" mit Künstlerinnen und Künstlern sowie vier Journalistinnen und Journalisten aus Ägypten, Israel, Palästina und Deutschland im Frühjahr 2006 im KunstHaus am Schüberg in Ammersbek sind die Kulturwochen Nahost im November in Kiel mit vielen Veranstaltungen und der Ausstellung "piece of art - peace of art" in zahlreichen Kieler Ausstellungsräumen der zweite Höhepunkt. . Hier werden die in dem Symposium entstandenen Arbeiten - ergänzt durch ausgewählte Arbeiten weiterer geladener KünstlerInnen - gezeigt.
Die Kulturwochen Nahost sollen die Aspekte und das Zusammenwirken von kulturellen, religiösen und politischen Dimensionen der Konflikte im Nahen Osten in unterschiedlicher Weise darstellen und interpretieren.
Die Heinrich Böll Stiftung kooperiert bei diesem Projekt mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Kiel, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein, dem KunstHaus am Schüberg, dem Kirchenkreis Stormarn, der Ansgar Kirchengemeinde Kiel, der Arbeitsstelle Gewalt überwinden der Nordelbischen ev. Luth. Kirche und dem Nordelbischen Missionszentrum.
Das Projekt wird gefördert durch die Landeskulturstiftung, BINGO- Die Umweltlotterie, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, den Arbeitskreis kirchliche Weltdienste der ev. Luth. Nordelbischen Kirche, die Investitionsbank, die Evangelische Darlehensgenossenschaft.
Die Schirmherrschaft haben übernommen: Maria Jepsen, Landesbischöfin Hamburg, Jan Koblasa, Prof. em. Muthesius-Kunsthochschule, Kiel, Kerstin Müller, Staatsministerin Auswärtiges Amt a.D., Prof. Dr. Karin von Welk, Kultursenatorin Hamburg, Angelika Volquartz, Oberbürgermeisterin der Stadt Kiel
Im Kunstbeirat des Projekts wirken mit: Kerstin Gerecht, Kulturamt Kiel, Iris Mann, Nordkolleg Rendsburg, Kutta Kürtz, Kulturservice, Prof. Kerstin Abraham, Muthesius Kunsthochschule, Anne Nilges, Staatskanzlei Schleswig-Holstein, Klaus Gärtner, Staatssekretär a.D., Wolfgang Gädicke, Landesmuseum Schloss Gottorf, Prof. Nora Krug, Muthesius Kunsthochschule, Prof. Anja Pistor-Hatam, Christian-Albrechts-Universiät, Prof. Uta Klein, Deutsch-Israelischer Arbeitskreis, Deborah di Meglio, BBK Schleswig-Holstein
Kontakt zur Mitarbeit:
Dirk Scheelje, scheelje@boell-sh.de