Am 21.12.2007 wäre Heinrich Böll 90 Jahre alt geworden.
Wir, die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, wollen diesen Tag zum Anlass nehmen, um mit einem kleinen Festakt im Literaturhaus Schleswig-Holstein in Kiel an Leben und Werk dieses großen Schriftstellers zu errinnern.
Heinrich Böll war für viele Deutsche ein unbequemer Schriftsteller – und ein unbequemer Mensch. Er war immer im Wege. Er erinnerte, wo Menschen vergessen wollten; er hinterfragte Entwicklung und buchstabierte gesellschaftliche Werte neu und tabulos; Böll wirkte über Deutschlands Grenzen hinaus und lenkte damit das internationale öffentliche Interesse auf sein Land – und er setzte sich vor Kasernentore, um seinem Protest gegen die „Nachrüstung“ Ausdruck zu verleihen.
„Heinrich Böll war ein Kulturweltbürger, der in seinen Werken zu einem kompromisslosen Kriegsgegner heranreifte und dem Kapitalismus sehr kritisch gegenüber stand“, sagt YahYa Kouroshi, Doktorand und Lehrbeauftragter an der Kieler Christian-Albrechts-Universität. Der Iraner hat sich in seiner Magisterarbeit mit der Antikriegshaltung Heinrich-Bölls in seinem Frühwerk auseinandergesetzt.
Wir haben YahYa Kouroshi eingeladen, den Festvortrag zu halten. Sein Titel:
Heinrich Böll – Ein Kulturweltbürger
Zur Verteidigung eines kosmopolitischen Humanismus
Die Veranstaltung fand statt am Freitag, den 21.12.2007 um 11.30 Uhr im
Literaturhaus Schleswig-Holstein, Schwanenweg 13, 24105 Kiel.
*Fotograf: Toni Richter