Treffpunkt des guten Geschmacks

Aufwachsen mit Geschmack, Essen mit Kultur, Erleben regionaler Vielfalt

Die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein möchte mit dem „Treffpunkt des guten Geschmacks“ das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung einer Ernährungskultur und Ernährungsbildung stärken. Als Erwachsenenbildungsträger konzentriert sich die Heinrich-Böll-Stiftung SH auf die Multiplikatoren in diesem Themenfeld und möchte deren Interesse und Engagement unterstützten, in Kita und Schule konkret zu handeln, indem vorliegende Erkenntnisse und gute Beispiele aufgezeigt werden. Diese Aktivitäten werden unterstützt durch die Kooperation mit dem Institut für Ernährungs- und Verbraucherbildung der Universität Flensburg und ein Netzwerk von aktiven Institutionen, Verbänden und Vereinen in Schleswig-Holstein. Im Sinne einer nachhaltigen Politik soll dem Entfremdungsprozess zwischen Nahrung auf der einen und landwirtschaftlicher Produktion auf der anderen Seite entgegengewirkt werden. Es ist notwendig, Kindern und Jugendlichen die Erfahrungen einer bewussten und sensiblen Ernährung zu vermitteln und ihre Geschmacksbildung zu fördern.

Vielleicht taucht an dieser Stelle der Gedanke auf, ob es keine dringenderen Probleme gibt, um die der Mensch sich kümmern muss. Doch das Thema Ernährung beinhaltet wesentliche Teile der gegenwärtigen Herausforderungen, denen die Menschen sich stellen müssen: Die Nahrungsmittelproduktion mit ihren Auswirkungen auf den Klimawandel, die CO2 Emissionen bei der landwirtschaftlichen Produktion und durch den globalisierten Transport von Lebensmitteln, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Luft, die ungerechte Verteilung von Nahrung für weite Teile der Weltbevölkerung, die gesundheitlichen Folgen der Über- und Unterernährung u.a.

Die Auseinandersetzung mit Fragen der eigenen Ernährung und des Essensstils sind das Rüstzeug für ein ganzes Leben, ist Lebenskompetenz, die weit über die Ernährung hinaus wirken kann. Dazu gehört das Vermitteln von Wissen, über Lebensmittelqualitäten, das Erlernen von Kompetenzen wie z.B. das Kochen, das Erleben ursprünglicher Nahrung und die Förderung eines kritischen Verbraucherbewusstseins. Um dieses Rüstzeug zu erwerben, bedarf es entsprechender Angebote, braucht es Anleitung und Orientierung. Die ist ein Auftrag an die Erwachsenen. In erster Linie sicherlich an die Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen, aber auch an die Verantwortlichen in der Gemeinschaftsverpflegung für Kinder und an die Entscheidungskräfte in den kommunalen Verwaltungen, die über die finanziellen und technischen Bedingungen für eine gute Ernährung entscheiden, die Bildungsverantwortlichen in den Ländern und nicht zuletzt die ErzeugerInnen und ProduzentenInnen.

Aus diesem Anspruch heraus leitet sich der Schwerpunkt der Initiative ab:
Die Ernährung der Kinder als Aufgabe der Gesellschaft.

Es bedarf hierzu der Unterstützung der Gesellschaft in all ihren Teilen. Dafür ist es notwendig, dass Erwachsene ihr Ernährungsverhalten hinterfragen, wenn sie ihrer Vorbildfunktion gerecht werden wollen. Die hierfür erforderliche Auseinandersetzung über den Stellenwert der Ernährung sieht die Heinrich-Böll-Stiftung SH als wichtige Aufgabe ihrer Bildungsarbeit. Erwachsene sollen dazu motiviert werden, einen positiven Ernährungsstil zu entwickeln und Kindern ein breites Spektrum sinnlicher Erfahrungen durch den Kontakt und Umgang mit Essen und Trinken zu ermöglichen, um ihnen damit das Rüstzeug für ein selbstbewusstes und zufriedenstellendes Ernährungsverhalten zu vermitteln.

Als Arbeitsformen der Initiative „Treffpunkt des Guten Geschmacks“ haben sich bisher folgende Elemente bewährt:

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