Anstehende Termine

GedenKultuRaum

Bildende Kunst und Geschichtsvermittlung
Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus steht vor neuen Herausforderungen. Die jüngeren Generationen haben keine direkten, familiären Bezüge zu den nationalsozialistischen Verbrechen mehr, mit dem Tod der letzten ZeitzeugInnen verschwindet auch die Möglichkeit der unmittelbaren Auseinandersetzung mit diesem Kapitel deutscher Geschichte. Es müssen neue Formen des Erinnerns erschlossen werden, die es unserer heutigen, multikulturellen Gesellschaft ermöglichen, eigene Wege zu gehen, ihrer Verantwortung als TrägerInnen von Erinnerung und Gedenkkultur gerecht zu werden.
Hierbei kann auch Kunst ein geeignetes Mittel sein. Kunstwerke können auf vielschichtige Weise Erinnerung und Imagination provozieren sowie zu eigenem Engagement anstiften. Neben der Beschäftigung mit den literarischen Produkten der Zeit – wie etwa dem Tagebuch der Anne Frank – rückt insbesondere die „Kunst im öffentlichen Raum“ als Vermittlungsmedium in den Fokus der Wahrnehmung.
Der GedenKultuRaum will der Frage nachgehen, welche ästhetische Möglichkeiten das Anliegen von Geschichtsvermittlung unterstützen können. Wo liegt die Schnittmenge von Erinnerungskultur, Gedenkpolitik und „Kunst im öffentlichen Raum“? Und wo liegt das Potenzial einer Kooperation von Akteuren aus diesen Bereichen?
Wir laden Sie ein zu einem Vortrag von Stefanie Endlich (Honorarprofessorin für Kunst im öffentlichen Raum an der Universität der Künste - Berlin) und einer anschließenden Diskussion mit Karin Penno-Burmeister (KZ-Gedenkstätte Ladelund). Nach dem Podium können Sie bei einem Glas Wein oder Selters  mit uns ins Gespräch kommen, Ihre Fragen an die Referentin und die PodiumsteilnehmerInnen richten.

20. August 2012 – 20.00 Uhr
Atelierhaus der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein^
Heiligendammer Straße 15, 24106 Kiel
Eintritt frei

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