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Die Partei 2015 - Impulse für zukunftsfähige Parteien

Donnerstag, 17. November 2016, 19 Uhr
Kreishaus Heide, Plenarsaal
Stettiner Str. 30, 25746 Heide

Freitag, 18. November 2016, 16 Uhr
HandwerkerHaus Husum
Süderstraße 97, 25183 Husum

Impulse für eine vitale Demokratie

In den letzten Jahren hat sich unsere Welt rasant gewandelt. Die Kommunikations- und Medienwelt hat sich dementsprechend stark verändert, doch die Parteien haben es versäumt, diese Entwicklung aufzugeifen und für die eigene Modernisierung zu nutzen. Heute sind sie mit zurückgehenden Mitgliederzahlen und schwindendem Vertrauen der Bürger*innen konfrontiert; politische Beobachter*innen bescheinigen den Parteien eine tiefgreifende Krise.
 
Engagement in einer Partei wird oft als ernüchternd wahrgenommen: Neumitglieder haben zum Teil Probleme, in die bestehenden Strukturen der Parteien integriert zu werden. Interne Debatten werden behindert, da kontroverse Positionen aus Angst vor einem Imageschaden innerhalb der Partei vermieden werden. (Auch das Gefühl, dass Parteiämter oft nicht nach Kompetenz, sondern von den am besten vernetzten Kandidat*innen eingenommen werden, ist für viele ein Grund, sich nicht parteilich zu engagieren.) Darüber hinaus mangelt es Parteien an einer guten digitalen Infrastruktur und die Parteistrukturen erscheinen oft als unflexibel, wodurch viele junge Menschen sich nicht angesprochen fühlen.
Aber die Parteien bleiben unerlässlich für eine vitale und inklusive Demokratie. Sie sind die Orte der gesellschaftlichen Debatten, der Verständigung, und Mehrheitsbildung; sie nehmen eine wichtige Vermittlerposition zwischen Staat und Gesellschaft ein. Es geht darum, die Parteien zukunftsfähig zu machen.

Die Studie "Die Partei 2025" von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung analysiert die aktuelle Situation der Parteien, fragt nach zukünftigen Herausforderugnen und macht sehr konkrete Vorschläge. Hanno Burmester (Das Progressive Zentrum, Berlin) , einer der Autoren der Studie, wird die Ergebnisse vorstellen und diskutieren.

Baustelle Demokratie: Wie stärken wir Teilhabe und Gerechtigkeit?

Samstag, 8. Oktober 2016
dock europe, Hamburg-Altona

Ungleiche Verhältnisse scheinen sich auch politisch zu spiegeln: Die Diagnose, dass offenbar Arbeit, Einkommen und Bildung wichtig dafür sind, ob sich jemand aktiv beteiligt und auch wählen geht, müsste alle aufschrecken lassen. Denn die Demokratie lebt von Engagement und vom Versprechen auf politische Gleichwertigkeit.

Maximalkompromisse großer Koalitionen und eine Politik der Sachzwänge haben zur Entpolitisierung und zu einem sinkenden Zutrauen in die Parteien beigetragen. Aber auch die Finanzkrise, die neoliberale Deregulierung von Märkten und ein – gerade in der Flüchtlingspolitik – gefährlich fahrlässiger Umgang mit Menschenrechten und Grundwerten führen zu diesem Misstrauen.

Was müssen wir also tun, um die Demokratie – gerade in Zeiten erstarkender rechtspopulistischer Stimmen in Europa – zu verteidigen?

Mit diesen und weiteren Gästen:

  • Ulrike Herrmann – taz, Wirtschaftsjournalistin
  • Prof. Josef Vogl – Autor von „Der Souveränitätseffekt“; vertritt die These, dass der Finanzmarkt die vierte Gewalt im Staat sei
  • Robert Misik – Autor des Buches „Kaputtalismus“

Eine Veranstaltung im Rahmen des Verbundprojekts "Gut vertreten? Update für Demokratie"

Weitere Informationen zum Veranstaltungsort, Programm und zu den Gästen gibt es im Flyer

Weiterbildungsangebote der Heinrich-Böll-Stiftung SH Herbst 2016 bis Sommer 2017

Unter dem Link finden Sie die aktuellen Weiterbildungsangebote der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein.

Mit unseren Seminaren fördern wir eine aktive und selbstbewusste Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Aufgaben und unterstützen die persönliche Entwicklung. Wir vermitteln praktische Schlüsselqualifikationen für die ehrenamtliche Arbeit im Verein, Beruf, Kommune oder Politik. Unsere Angebote möchten inspirieren und ermutigen sich in Gesellschaft und Politik einzumischen und sind offen für alle Interessierten.

Durch unsere flexible Preisgestaltung soll auch finanzschwachen Gruppen der Zugang zu unseren Bildungsangeboten ermöglicht werden. Deswegen erhalten u.a. Schüler*innen, Studierende und Arbeitssuchende einen Rabatt von 50% auf den Grundpreis. 
Da unsere Teilnahmebeiträge nicht kostendeckend sind, kann durch die Zahlung des Unterstützerpreises von 150 % der Grundgebühren, die kostengünstigere Teilnahme von Geringverdienenden und freiwillig Engagierten gefördert werden.

Neben unseren öffentlichen Seminaren bieten wir Ihnen auch Bestellseminare, die inhaltlich und organisatorisch direkt auf die konkreten Bedarfe von Gruppen, Organisationen oder Fraktionen zugeschnitten werden. Sprechen Sie uns bei Interesse gern an!

Unsere PolitikManagement-Seminare finden im Rahmen der bundesweiten GreenCampus-Weiterbildungsakademie statt.

Die Klimanauten – Abendgesellschaften für Ressourcenschutz in Reichweite

Mit den Klimanauten hat die Heinrich-Böll-Stiftung ein neues Format entwickelt, welches kleine Gruppen von jeweils acht Personen versammeln möchte, um sich reihum am Küchentisch zu treffen, um über Klima- und Ressourcenschutz zu sprechen und individuelle Aktionen zu verabreden.

Hierfür bekommen die TeilnehmerInnen das Klimanauten-Kursbuch mit sechs thematischen Kapiteln zur Hand: Lebensmittel, Strom & Wärme, Wasser, Müll & Ressourcen, Mobilität und Finanzen. Für jedes Thema werden fünf bis zehn konkrete Aktionen für das individuelle Handeln vorgestellt. Jeweils eine Abendgesellschaft widmet sich einem Thema. Am Ende jedes Treffens planen die TeilnehmerInnen ihre eigenen und eventuell auch gemeinsamen Aktionen zum Klima- und Ressourcenschutz und fangen sofort mit der Umsetzung an.

 

Wer Interesse hat, eine solche Gruppe in seinem Umfeld zu initiieren, kann sich gerne bei uns melden. Wir unterstützen die Gruppenfindung und auch das erste Treffen, bis die Gruppe ins Laufen kommt.

 

Nähere Infos: Flyer

 

Ansprechpartnerin: Doris Lorenz, lorenz@boell-sh.de, 0431-90 66 132

Interview mit Hannes Heer

Die erste sogenannte Wehrmachtsausstellung, die 1995 in Hamburg eröffnet wurde, legte die verbrecherische und alle bisherigen Normen sprengende Dimension des Vernichtungskrieges der deutschen Wehrmacht und die direkte Beteiligung vieler deutscher Soldaten offen. Die Ausstellung war Ausgangspunkt für innerfamiliäre Auseinandersetzungen und für eine breite und sehr kontroverse geschichtspolitische Debatte in der Bundesrepublik. Hannes Heer, ehemaliger Leiter der ersten Wehrmachtsausstellung, hat auf der Tagung „Erinnerung und Verantwortung“ der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein über die geschichtspolitische Bedeutung der Ausstellung berichtet und informiert. Jetzt hat er in einem Gespräch in der Heinrich-Böll-Stiftung Saar noch einmal eine persönliche Bilanz gezogen: Das Interview finden Sie hier: www.youtube.com/watch?v=lwGGETsKbU8

Dokumentation der Tagung „Erinnerung und Verantwortung, 31.10.2015, Kiel

Der Rückblick auf die erste Wehrmachtsausstellung 1999 in Kiel, eine Diskussion um die geschichtspolitische Würdigung der beiden Wehrmachtsausstellungen und die Debatte um die zukünftige Ausrichtung von Erinnerungsarbeit in Schleswig-Holstein haben unsere Tagung am 31. Oktober 2015 im Kieler Landtag geprägt. Sie stand unter dem Titel „Erinnerung und Verantwortung. 70 Jahre nach Kriegsende – 20 Jahre nach der ersten Wehrmachtsausstellung“. MitveranstalterInnen waren die Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte, die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten, der Landesbeauftragte für politische Bildung und das Kino in der Pumpe in Kiel.

 

Der Offene Kanal in Kiel hat unsere Tagung aufgenommen und in seine Mediathek gestellt. Hier ist der Zugang.

Im aktuellen Newsletter der Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein hat Harald Schmid einen Artikel über die Tagung geschrieben (Seiten 37 – 40): Zum Newsletter.

 Bild: von Kai Stoltmann; von Links: Lena Gürtler, Dr. Harald Schmid, Hannes Heer

Neues Prostitutionsschutzgesetz: Hintergrundiformationen und Positionen

Am 16. November 2015 haben wir gemeinsam mit dem Frauenbüro der Stadt Lübeck eine Veranstaltung zum neuen Prostitutionsschutzgesetz durchgeführt.

Dabei ging es vor allem um die Erwartungen an das neue Gesetz und um die Frage, welche konkreten Maßnahmen Prostituierten in Lübeck helfen könnten.

Wer weitere Hintergrundinformationen zu diesem Thema haben möchte findet diese auf der Homepage des Frauenbüros der Stadt Lübeck, gleich unter dem Einladungstext.