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Europäische Aktionswoche "Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima"

Wir laden Sie herzlich ein zu der schleswig-holsteinischen Auftaktveranstaltung der Europäischen Aktionswoche „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ am Samstag, 23. April im Niederen Arsenal in Rendsburg. Die Einladung finden Sie hier.

 

Die Europäischen Aktionswochen stehen in diesem Jahr unter dem Eindruck des 30. Jahrestags des GAUs in Tschernobyl und des 5. Jahrestags der atomaren Katastrophe in Fukushima.

Die Heinrich-Böll-Stiftung wird sich daran u. a. mit Bildungs- und Diskussionsangeboten in fünf schleswig-holsteinischen Schulen beteiligen. Wir haben Liquidatoren aus Japan, Belarus und der Ukraine und 10 SchülerInnen aus der Präfektur Fukushima und aus der Stadt Oktiarbriski eingeladen. Daneben erwarten wir den Besuch von Dr. Alexej Nesterenko vom Strahlenmessinstitut BELRAD in Minsk.

Wir werden die schleswig-holsteinische Aktionswoche am 23. April in Rendsburg starten, die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr.

Freitag | 15. April 2016, 19 Uhr | Schauspielhaus Kiel DIE ZEHN GEBOTE Zwei Uraufführungen an einem Abend

Das Schauspiel Kiel präsentiert ein ganz besonderes deutsch-israelisches Projekt: Ein Abend. Ein Bühnenbild. Und gleich zwei Uraufführungen hintereinander, die jeweils ihre ganz spezielle Sichtweise auf einen der wichtigsten Eckpfeiler der jüdisch-christlichen Religion, Geschichte und Tradition werfen: Die Zehn Gebote.

Hierzu wurden zwei unabhängige Stückaufträge vergeben, die sich mit dem großen Stoff in jeweils modernen, freien Herangehensweisen auseinandergesetzt haben. Der erste Stückauftrag ging an den Kieler Erfolgsschriftsteller Feridun Zaimoglu und seinen Co-Autor Günter Senkel, der zweite an den in seinem Heimatland sehr renommierten israelischen Dramatiker Shlomo Moskovitz. Entstanden sind zwei sehr unterschiedliche Stücke, die gleichwohl beide eine historische Kriegssituation als Handlungshintergrund gewählt haben.

 

Teil 1

DIE ZEHN GEBOTE

Feridun Zaimoglu / Günter Senkel

Regie Annette Pullen Bühne Lars Peter Kostüme Barbara Aigner

Mit: Isabel Baumert, Martin Borkert, Rudi Hindenburg, Christian Kämpfer, Magdalena Neuhaus, Zacharias Preen, Yvonne Ruprecht, Ksch. Almuth Schmidt, Oliver E. Schönfeld, Felix Zimmer

 

Teil 2

DIE ZEHN GEBOTE

Shlomo Moskovitz

Regie Dedi Baron Bühne Lars Peter Kostüme Elina Schnizler

Mit: Marius Borghoff, Jennifer Böhm, Ellen Dorn, Marko Gebbert, Imanuel Humm, Werner Klockow, Claudia Macht, Jessica Ohl

 

DIE ZEHN GEBOTE Extra

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Schleswig Holstein und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) bieten wir eine Reihe hochkarätiger Sonderveranstaltungen rund um die beiden Uraufführungen.

 

Sonntag, 17. April | 16 Uhr | Schauspielhaus | Eintritt frei

DIE ZEHN GEBOTE extra – Theaterpredigt und Podiumsdiskussion

Zu Beginn der Veranstaltung kommt es zu einer weiteren Uraufführung: Landesbischof Gerhard Ulrich, selbst ausgebildeter Schauspieler, wird eine eigens entwickelte Theaterpredigt halten, die sich unmittelbar mit den beiden Stücken aus ethisch-theologischer Sicht auseinandersetzt. Mitglieder des Ensembles lesen dazu Passagen aus beiden Werken.

So entsteht eine spannende künstlerische Grundlage für die daran anschließende Podiumsdiskussion mit den Autoren Shlomo Moskowitz und Feridun Zaimoglu, der Publizistin und Kuratorin Adrienne Goehler und Landesbischof Ulrich selbst.

Moderation: Frank Zabel (Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation der Nordkirche)

 

Sonntag, 17. April | 20 Uhr | Schauspielhaus | 15 Euro, ermäßigt 10 Euro

DIE ZEHN GEBOTE extra – Lesung und Gespräch mit Feridun Zaimoglu

Feridun Zaimoglu, vielfach preisgekrönter Bestsellerautor, Dramatiker, Essayist und bildender Künstler, hat sich nicht nur in dem Kieler Theaterstück zu den Zehn Geboten sondern immer wieder auch in anderen Werken mit religiösen Themen auseinandergesetzt. Nach einer Lesung aus ausgewählten Texten seines umfangreichen Schaffens erzählt er unter anderem darüber im Gespräch mit »Kieler Nachrichten«- Kulturredakteurin Ruth Bender

 

Montag, 18. April | 20 Uhr | Reihe 17 Schauspielhaus | 5, 20 Euro

DIE ZEHN GEBOTE extra – Top Ten!

Auf unserer Foyerbühne beleuchte wir die Zehn Gebote (und das Christentum ganz allgemein) in einem kurzweiligen Doppelprogramm: Schülerinnen und Schüler der Toni-Jensen-Schule sind in den letzten Monaten der Frage nachgegangen: Was bedeuten uns die Gebote heute eigentlich noch? – und sind dabei auf erhellende Antworten gestoßen. – Erhellend geht es auch danach weiter, wenn Jens Raschke aus seinem monumentalen Fundus an sakraler Popmusik schöpft und zehn persönliche Highlights präsentiert, bei denen garantiert kein Auge trocken bleibt.

 

Dienstag, 19. April | 20.30 Uhr | Studio Schauspielhaus | 10 Euro, ermäßigt 5 Euro

DIE ZEHN GEBOTE extra – Lesung mit dem syrischen Autor Assaf Alassaf

Träumen wir nicht alle davon, uns mit allen Behörden dieser Welt gut zu stellen? Noch besser, wenn ein deutscher Botschafter unser Freund wäre: Der syrische Schriftsteller Assaf Alassaf stellt seinen Roman »Abu Jürgen. Mein Leben mit dem deutschen Botschafter« vor. Ein fulminanter, komischer Roman voller Selbstironie über die kafkaeske Warterei auf ein Visum und über eine seltsam zärtliche und groteske Annäherung.

Lesung der deutschen Übersetzung: Jutta Hagemann

Mit freundlicher Unterstützung der Allianz Stiftung

Nie wieder Krieg ?

Krieg und Gewalt sind seit einiger Zeit (wieder) in allen Nachrichten, bewegen Herzen und Köpfe vieler Menschen. Für manche wecken sie auch Erinnerungen an alte, überwunden geglaubte Zustände – gerade in Deutschland. Erinnern an historisches Unrecht und Engagement für friedlich humane Verhältnisse in der Gegenwart hat für Gedenkstätten und Erinnerungsorte zur nationalsozialistischen Vergangenheit zwei Seiten einer Medaille. Das Thema »Krieg & Frieden« ist hochaktuell. Wie soll historisch-politische Bildungsarbeit mit den aktuellen Entwicklungen in Sachen Krieg, Gewalt, Flucht und Vertreibung umgehen?

 

Diese Frage steht im Zentrum der zehnten Landesgedenkstättentagung Schleswig-Holstein, die vom 10. bis 12. Juni 2016 in der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte in Bad Malente stattfinden wird. Sie steht unter dem Titel „Nie wieder Krieg? Krisen, Kriege und Gedenkorte“. Die Einladung ist diesem „Heinrich“ als Anlage beigefügt.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer.

Die Klimanauten – Abendgesellschaften für Ressourcenschutz in Reichweite

Mit den Klimanauten hat die Heinrich-Böll-Stiftung ein neues Format entwickelt, welches kleine Gruppen von jeweils acht Personen versammeln möchte, um sich reihum am Küchentisch zu treffen, um über Klima- und Ressourcenschutz zu sprechen und individuelle Aktionen zu verabreden.

Hierfür bekommen die TeilnehmerInnen das Klimanauten-Kursbuch mit sechs thematischen Kapiteln zur Hand: Lebensmittel, Strom & Wärme, Wasser, Müll & Ressourcen, Mobilität und Finanzen. Für jedes Thema werden fünf bis zehn konkrete Aktionen für das individuelle Handeln vorgestellt. Jeweils eine Abendgesellschaft widmet sich einem Thema. Am Ende jedes Treffens planen die TeilnehmerInnen ihre eigenen und eventuell auch gemeinsamen Aktionen zum Klima- und Ressourcenschutz und fangen sofort mit der Umsetzung an.

 

Wer Interesse hat, eine solche Gruppe in seinem Umfeld zu initiieren, kann sich gerne bei uns melden. Wir unterstützen die Gruppenfindung und auch das erste Treffen, bis die Gruppe ins Laufen kommt.

 

Nähere Infos: Flyer

 

Ansprechpartnerin: Doris Lorenz, lorenz@boell-sh.de, 0431-90 66 132

BNE in Schleswig-Holstein gemeinsam voran bringen!

Eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll ein Bewusstsein dafür schaffen, welche Konsequenzen aus dem eigenen heutigen Handeln für künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen entstehen. Sie schafft die Grundlage, Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Lage zu versetzen, die jetzigen Verhältnisse zu überdenken, inne zu halten und Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft auf dieser Erde zu übernehmen.

BNE in den verschiedenen Bildungsbereichen Schleswig-Holsteins strukturell und dauerhaft zu etablieren ist das Ziel des Projekts „Heute.Gemeinsam.Morgen. Mit Bildung Zukunft gestalten!“ des Vereins Zukunft Bildung Schleswig-Holstein, der unter anderem von der Heinrich-Böll-Stiftung gegründet wurde. Im Rahmen von Netzwerktreffen wollen wir mit AkteurInnen verschiedener Bildungsbereiche in den Dialog treten und miteinander eine Vision entwickeln, wie BNE in der schleswig-holsteinischen Bildungslandschaft verbindlich ausgestaltet und verankert werden kann.

 

Hier eine Übersicht der geplanten BNE-Netzwerktreffen :

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BildungsbereichDatumUhrzeit
Brufliche Bildeung19. Februar15:30 Uhr
Hochschule25. Februar16:00 Uhr
Kita10. März14:30 Uhr
Kirchliche Bildung03. März13:00 Uhr
Politische Bildung17. März10:00 Uhr
Außerschulische Bildung17. März14:00 Uhr
Ausweichtermin22. März15:00 Uhr

Grundlage und Leitfaden der Netzwerktreffen wird die Beantwortung unserer Online-Befragung zur Implementierung und Weiterentwicklung von BNE in Schleswig-Holstein sein.

Sie kann unter dem Link https://de.surveymonkey.com/r/BNE-SH bearbeitet werden.

 

Wir freuen uns über Anmeldungen zu den Netzwerktreffen unter voigt@zukunft-bildung-sh.de oder der Telefonnummer 0431 9066 135.

Interview mit Hannes Heer

Die erste sogenannte Wehrmachtsausstellung, die 1995 in Hamburg eröffnet wurde, legte die verbrecherische und alle bisherigen Normen sprengende Dimension des Vernichtungskrieges der deutschen Wehrmacht und die direkte Beteiligung vieler deutscher Soldaten offen. Die Ausstellung war Ausgangspunkt für innerfamiliäre Auseinandersetzungen und für eine breite und sehr kontroverse geschichtspolitische Debatte in der Bundesrepublik. Hannes Heer, ehemaliger Leiter der ersten Wehrmachtsausstellung, hat auf der Tagung „Erinnerung und Verantwortung“ der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein über die geschichtspolitische Bedeutung der Ausstellung berichtet und informiert. Jetzt hat er in einem Gespräch in der Heinrich-Böll-Stiftung Saar noch einmal eine persönliche Bilanz gezogen: Das Interview finden Sie hier: www.youtube.com/watch?v=lwGGETsKbU8

Dokumentation der Tagung „Erinnerung und Verantwortung, 31.10.2015, Kiel

Der Rückblick auf die erste Wehrmachtsausstellung 1999 in Kiel, eine Diskussion um die geschichtspolitische Würdigung der beiden Wehrmachtsausstellungen und die Debatte um die zukünftige Ausrichtung von Erinnerungsarbeit in Schleswig-Holstein haben unsere Tagung am 31. Oktober 2015 im Kieler Landtag geprägt. Sie stand unter dem Titel „Erinnerung und Verantwortung. 70 Jahre nach Kriegsende – 20 Jahre nach der ersten Wehrmachtsausstellung“. MitveranstalterInnen waren die Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte, die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten, der Landesbeauftragte für politische Bildung und das Kino in der Pumpe in Kiel.

 

Der Offene Kanal in Kiel hat unsere Tagung aufgenommen und in seine Mediathek gestellt. Hier ist der Zugang.

Im aktuellen Newsletter der Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein hat Harald Schmid einen Artikel über die Tagung geschrieben (Seiten 37 – 40): Zum Newsletter.

 Bild: von Kai Stoltmann; von Links: Lena Gürtler, Dr. Harald Schmid, Hannes Heer

Neues Prostitutionsschutzgesetz: Hintergrundiformationen und Positionen

Am 16. November 2015 haben wir gemeinsam mit dem Frauenbüro der Stadt Lübeck eine Veranstaltung zum neuen Prostitutionsschutzgesetz durchgeführt.

Dabei ging es vor allem um die Erwartungen an das neue Gesetz und um die Frage, welche konkreten Maßnahmen Prostituierten in Lübeck helfen könnten.

Wer weitere Hintergrundinformationen zu diesem Thema haben möchte findet diese auf der Homepage des Frauenbüros der Stadt Lübeck, gleich unter dem Einladungstext.