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Film- und Vortragsreihe: Der Umgang mit dem NS-Erbe

Das Kino in der Pumpe, Kommunales Kino Kiel, zeigt zu Jahresbeginn 2016 sieben originale Propagandafilme aus der NS-Zeit. Diese Filme haben ganz wesentlich dazu beigetragen, dass sich in Deutschland eine neue völkische Identität bilden konnte, die in die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs führte. Dieser zivilisatorische Bruch ist die Erbschaft, die viele Menschen in Deutschland heute gerne ausschlagen und vergessen würden.

In einer zweiten kleinen Film- und Vortragsreihe wollen das Kino in der Pumpe und die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein gemeinsam mit PartnerInnen nach dem bisherigen gesellschaftlichen Umgang mit dieser Schuld und nach Inhalten und nach Formen eines zukünftigen Erinnerns und Gedenkens fragen.

Diese Herausforderung ist nicht neu. Aber wenn sie mit aktuellen politischen Fragen, Themen und Entwicklungen verbunden werden soll - und genau das ist unser Anliegen - muss der Umgang mit der eigenen Geschichte immer wieder neu aufgerufen, hinterfragt und kontextualisiert werden. Dazu laden wir herzlich ein!

Das Programm finden Sie hier.

Welches Land wollen wir sein? Offene Diskussion am 27.01.16 im KulturForum Kiel

Besonders seit dem vergangenen Jahr steht unsere Gesellschaft vor erheblichen Herausforderungen: Zum einen führt die große Zahl an Flüchtlingen zu einer Überforderung der Behörden und damit zu einem Organisationschaos. Dieses wird durch eine unglaubliche Hilfsbereitschaft Ehrenamtlicher teilweise aufgefangen und es wird versucht, den ankommenden Menschen nicht nur Versorgung, sondern auch einen Zugang zu unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Wie ist langfristig eine gelungene Integration zu schaffen? Inwiefern öffnet sich unsere Gesellschaft, ohne dabei ihre Grundeinstellungen und Werte aufzugeben? Zum anderen erfordern die potenzielle Terrorgefahr und tatsächliche Anschläge eine Abwägung, wie Freiheit und Sicherheit in ein adäquates Verhältnis gesetzt werden können. Mit welcher Haltung können wir diesen Herausforderungen begegnen, ohne mit unserer freiheitlichen Grundordnung und unseren demokratischen Überzeugungen zu brechen? Letztendlich stellt sich die Frage: Welches Land wollen wir sein? Mit welchen Strategien stellen wir heute die Weichen für die Zukunft? Das betrifft auch gesellschaftspolitische Themen wie Bildung, soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

Zu der offenen Debatte am Mittwoch, 27.01.16, um 19 Uhr im KulturForum, Andreas-Gayk-Str. 31, 24103 Kiel, sind Sie herzlich eingeladen. Eingeleitet wird die Diskussion von vier kurzen Statements von Daniel Karasek (Theater-Intendant), Björn Katzur (Slam Poet), Konrad Ott (Philosoph) und Ulrike Pollakowski (ehrenamtliche Flüchtlingshelferin). Danach ist Raum für Ihre Äußerungen und Fragen. Gestalten Sie den Abend in seiner Schwerpunktsetzung mit. Der Eintritt ist frei. Eine Spendenbox wird aufgestellt, um Flüchtlingsinitiativen zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Organisatoren der Veranstaltung in Kiel gehören zum Philosophischen Seminar der CAU Kiel, zum MUDDI Markt und der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein. Die Veranstaltungsreihe „Welches Land wollen wir sein?“ (www.die-offene-gesellschaft.de) findet seit Ende November auf Initiative der Stiftungen FuturZwei und adelphi bundesweit in vielen Städten statt.

Interview mit Hannes Heer

Die erste sogenannte Wehrmachtsausstellung, die 1995 in Hamburg eröffnet wurde, legte die verbrecherische und alle bisherigen Normen sprengende Dimension des Vernichtungskrieges der deutschen Wehrmacht und die direkte Beteiligung vieler deutscher Soldaten offen. Die Ausstellung war Ausgangspunkt für innerfamiliäre Auseinandersetzungen und für eine breite und sehr kontroverse geschichtspolitische Debatte in der Bundesrepublik. Hannes Heer, ehemaliger Leiter der ersten Wehrmachtsausstellung, hat auf der Tagung „Erinnerung und Verantwortung“ der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein über die geschichtspolitische Bedeutung der Ausstellung berichtet und informiert. Jetzt hat er in einem Gespräch in der Heinrich-Böll-Stiftung Saar noch einmal eine persönliche Bilanz gezogen: Das Interview finden Sie hier.

Dokumentation der Tagung „Erinnerung und Verantwortung, 31.10.2015, Kiel

Der Rückblick auf die erste Wehrmachtsausstellung 1999 in Kiel, eine Diskussion um die geschichtspolitische Würdigung der beiden Wehrmachtsausstellungen und die Debatte um die zukünftige Ausrichtung von Erinnerungsarbeit in Schleswig-Holstein haben unsere Tagung am 31. Oktober 2015 im Kieler Landtag geprägt. Sie stand unter dem Titel „Erinnerung und Verantwortung. 70 Jahre nach Kriegsende – 20 Jahre nach der ersten Wehrmachtsausstellung“. MitveranstalterInnen waren die Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte, die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten, der Landesbeauftragte für politische Bildung und das Kino in der Pumpe in Kiel.

 

Der Offene Kanal in Kiel hat unsere Tagung aufgenommen und in seine Mediathek gestellt. Hier ist der Zugang.

Im aktuellen Newsletter der Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein hat Harald Schmid einen Artikel über die Tagung geschrieben (Seiten 37 – 40): Zum Newsletter.

 Bild: von Kai Stoltmann; von Links: Lena Gürtler, Dr. Harald Schmid, Hannes Heer

Neues Prostitutionsschutzgesetz: Hintergrundiformationen und Positionen

Am 16. November 2015 haben wir gemeinsam mit dem Frauenbüro der Stadt Lübeck eine Veranstaltung zum neuen Prostitutionsschutzgesetz durchgeführt.

Dabei ging es vor allem um die Erwartungen an das neue Gesetz und um die Frage, welche konkreten Maßnahmen Prostituierten in Lübeck helfen könnten.

Wer weitere Hintergrundinformationen zu diesem Thema haben möchte findet diese auf der Homepage des Frauenbüros der Stadt Lübeck, gleich unter dem Einladungstext.

Hilfen auf der letzten Etappe in ein Leben ohne Angst

Seit dem 8. September findet nicht nur eine zahlemmäßig fast täglich steigende Aufnahme von Asyl suchenden Menschen in Schleswig-Holstein statt. Weitere kommen auf der Durchreise in unser Bundesland. Es sind u.a. Menschen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan oder Eritrea und es zieht sie nach Skandinavien, wo sie von Freunden oder Familienangehörigen erwartet werden. Insbesondere in Kiel, Flensburg und Lübeck haben sich Initiativen gebildet, die versuchen, ihnen den Zwischenaufenthalt erträglich zu machen. Viele Flüchtlinge sind am Ende ihrer Kräfte - auch finanziell. Nicht selten fehlt so kurz vor dem Ziel das letzte Geld für ein Fährticket nach Schweden. Der FÖRDErverein Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein ruft auf zu Spenden für die Unterstützung von Transitflüchtlingen in Schleswig-Holstein. Der Verein ist gemeinnützig und stellt steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigungen aus.

 

Spendenkonto: IBAN: DE52 5206 0410 0006 4289 08, BIC: GENODEF1EK1, Evangelische Bank