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Marc Engelhardt (Hrsg.) liest am 21.2.17 aus dem Buch „Die Flüchtlingsrevolution“ (Pantheon)

Die Heinrich-Böll-Stiftung SH lädt in Kooperation mit der ZBBS und dem Flüchtlingsrat SH zu einer Lesung von Marc Engelhardt aus dem Buch „Die Flüchtlingsrevolution“. Die Lesung wird von den Lots*innen der ZBBS unterstützt.
65 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht. Sie flüchten vor Hunger, Krieg und  Perspektivlosigkeit. Diese Menschen werden die Gesellschaften, in denen sie ankommen, verändern. Das Buch „die Flüchtlingsrevolution“ erzählt von dieser Völkerwanderung, die in allen Ecken der Welt stattfindet. Der Herausgeber Marc Engelhardt gehört dem Korrespondentennetzwerk Weltreporter.net an. Diese Weltreporter*innen haben es sich zur Aufgabe gemacht, über die Geschichten von Geflüchteten zu berichten. Das Thema Flucht erhält hier viele unterschiedliche individuelle Gesichter und Schicksale. Doch alle eint Engelhardts Definition: „Ein Flüchtling ist derjenige, der geht, obwohl er lieber bleiben würde.“ Und trotzdem sind diese Menschen geflüchtet, vor allem wegen der Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben.
Auch die Lots*innen der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migrant*innen hat die Perspektive auf eine lebenswerte Zukunft dazu bewegt, ihre Heimatländer zu verlassen.  Das Lotsen Projekt des ZBBS gibt Geflüchteten die Chance selbst Verantwortung zu übernehmen. Mit ihren eigenen Erfahrungen und Sprachkompetenzen unterstützen die Lots*innen normalerweise neu angekommene Geflüchtete. Am 21.2.17 bringen sie ihre Erfahrungen in die Lesung mit ein.
Es handelt sich um eine Lesungsreihe der Heinrich-Böll-Stiftungen Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Wann: 21.2.2017 – 19:00
Wo: Im Raum des Fahrradkinokombinats
       Alte Mu Impuls-Werk e.V.
       Lorentzendamm 6-8,
       D-24103 Kiel

Eintritt: frei

„ANSICHTEN EINES CLOWNS“ von Heinrich Böll

In einer Bühnenfassung vom Theater Die Komödianten, Kiel Der Roman „Ansichten eines Clowns“ von Heinrich Böll ist eine der berührendsten Liebesgeschichten der deutschen Nachkriegsliteratur und gleichzeitig die Geschichte über die Unmöglichkeit, die erdrückenden Konventionen, die Gesellschaften vorgeben, zu durchbrechen. So ist dieser Roman heute ganz aktuell und ein wunderbarer Stoff, für die Bühne. Heinrich Böll ist einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller. 1972 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Geboren am 21. Dezember 1917 (gestorben 1985) feiern wir mit „Ansichten eines Clowns“ in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. „ANSICHTEN EINES CLOWNS“ ist die berühmte Geschichte des Clowns Hans Schnier, offizielle Berufsbezeichnung „Komiker“ und seiner großen Liebe Marie. Hans Schnier hat sich gegen alle Widerstände seiner zutiefst bürgerlichen Familie dazu entschlossen, Künstler zu werden. Er reist als freier Künstler durch die Lande, hat Erfolg auf ganzer Linie und lebt sechs Jahre mit seiner Jugendliebe Marie zusammen. Doch Marie verlässt ihn und der Clown verzweifelt. 1945 ist Hans Schnier 10 Jahre alt. Er stammt aus einer reichen Familie im Ruhrgebiet. Seine Kindheitserinnerungen im Großbürgertum sind von Diktatur und Kriegserlebnissen geprägt. Seine Eltern hatten sich dem Regime angepasst und haben sogar seine Schwester Henriette nicht davon abgehalten, sich als Flakhelferin zu melden. Sie stirbt kurz vor Kriegsende. Da wendet er sich dauerhaft von seinen Eltern ab. In der Nachkriegszeit erlebt Hans Schnier die Unmöglichkeit eines freien und selbstbestimmten Lebens in einer zutiefst in ihre Vergangenheit verstrickten, bürgerlichen Gesellschaft.

Hans Schnier wird Clown. Er lebt als Künstler, ist auf Tournee und lebt gemeinsam aber unverheiratet mit seiner Jugendliebe Marie. Sie ist katholisch und deshalb immer im Zwiespalt, da die Katholische Kirche dieses Leben verurteilt, bis sie ihn, nach sechs gemeinsamen Jahren, verlässt.
Auch wenn uns heute manche Lebensumstände aus den sechziger-Jahren, in denen der Roman spielt, weit weg erscheinen, finden sich die zwei großen Themen des Romans auch in der heutigen Zeit ganz aktuell für jedermann spürbar: Die Liebe und die Freiheit des Einzelnen in der Gesellschaft.
Das Theater Die Komödianten präsentiert „Ansichten eines Clowns“ in einer eigenen Monologfassung mit Ivan Dentler als Hans Schnier.

Die Spielzeiten finden Sie hier!

Demokratien unter Hochdruck

Wie wehrhaft sind die Demokratien in Europa und wie können Freiheit und Gerechtigkeit verteidigt und weiterentwickelt werden?

Vortrags- und Diskussionsabend mit

Prof. Dr. Andreas Wirsching
Prof. Dr. Tine Stein

Prof. Dr. Andreas Wirsching (München)
Professor für Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München
und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München-Berlin
Prof. Dr. Andreas Wirsching hat sich u. a. mit vielfältigen Aspekten europäischer Geschichte und
europäischer Zukunftsperspektiven beschäftigt. Ende letzten Jahres hat er mit einem Gastbeitrag
in der Süddeutschen Zeitung zum Zustand der Demokratien in Europa für Aufsehen gesorgt.

 

Prof. Dr. Tine Stein (Kiel)
Professorin für Politikwissenschaft, Schwerpunkt Politische Theoriean der Christian-Albrechts-Universität zu KielProf. Dr. Tine Stein beschäftigt sich seit vielen Jahren mit aktuellen Herausforderungen für denfreiheitlichen Verfassungsstaat. Zu ihren aktuellen Forschungsschwerpunkten gehört das StaatsundVerfassungsverständnis von Ernst-Wolfgang Böckenförde.

 

 

Dienstag, 14. Februar 2017, 19 Uhr
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Auditorium Maximum, Hörsaal A


In diesem Jahr werden die Wähler*innen in Schleswig-Holstein zweimal an die Wahlurnen gerufen. Der Landtagswahl im Mai und der Bundestagswahl im September wird eine besondere Bedeutung zu gemessen. Es geht 2017 nicht nur um die Zusammensetzung der Parlamente – die Zukunft des wertschätzenden politischen Streits, der Demokratie und der offenen Gesellschaft stehen auf dem Spiel.

Politischen Akteur*innen werden zunehmend Glaubwürdigkeit und Kompetenz abgesprochen, die gesellschaftliche Polarisierung in Europa wird immer dramatischer.

Populist*innen verweigern differenzierte Problemanalysen und propagieren scheinbar einfache Lösungen, grenzen aus und vergiften das politische Klima. Terroristische Mordanschläge sind direkte Angriffe auf die offene,
demokratische Gesellschaft.

Wie wehrhaft ist unsere Demokratie und wie können Freiheit und Gerechtigkeit verteidigt und weiterentwickelt werden? Zu dieser Diskussion laden alle parteinahen Bildungseinrichtungen in Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung und dem Institut für Sozialwissenschaften ein.

Weiterbildungsangebote der Heinrich-Böll-Stiftung SH Herbst 2016 bis Sommer 2017

Unter dem Link finden Sie die aktuellen Weiterbildungsangebote der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein.

Mit unseren Seminaren fördern wir eine aktive und selbstbewusste Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Aufgaben und unterstützen die persönliche Entwicklung. Wir vermitteln praktische Schlüsselqualifikationen für die ehrenamtliche Arbeit im Verein, Beruf, Kommune oder Politik. Unsere Angebote möchten inspirieren und ermutigen sich in Gesellschaft und Politik einzumischen und sind offen für alle Interessierten.

Durch unsere flexible Preisgestaltung soll auch finanzschwachen Gruppen der Zugang zu unseren Bildungsangeboten ermöglicht werden. Deswegen erhalten u.a. Schüler*innen, Studierende und Arbeitssuchende einen Rabatt von 50% auf den Grundpreis. 
Da unsere Teilnahmebeiträge nicht kostendeckend sind, kann durch die Zahlung des Unterstützerpreises von 150 % der Grundgebühren, die kostengünstigere Teilnahme von Geringverdienenden und freiwillig Engagierten gefördert werden.

Neben unseren öffentlichen Seminaren bieten wir Ihnen auch Bestellseminare, die inhaltlich und organisatorisch direkt auf die konkreten Bedarfe von Gruppen, Organisationen oder Fraktionen zugeschnitten werden. Sprechen Sie uns bei Interesse gern an!

Unsere PolitikManagement-Seminare finden im Rahmen der bundesweiten GreenCampus-Weiterbildungsakademie statt.

Die Klimanauten – Abendgesellschaften für Ressourcenschutz in Reichweite

Mit den Klimanauten hat die Heinrich-Böll-Stiftung ein neues Format entwickelt, welches kleine Gruppen von jeweils acht Personen versammeln möchte, um sich reihum am Küchentisch zu treffen, um über Klima- und Ressourcenschutz zu sprechen und individuelle Aktionen zu verabreden.

Hierfür bekommen die TeilnehmerInnen das Klimanauten-Kursbuch mit sechs thematischen Kapiteln zur Hand: Lebensmittel, Strom & Wärme, Wasser, Müll & Ressourcen, Mobilität und Finanzen. Für jedes Thema werden fünf bis zehn konkrete Aktionen für das individuelle Handeln vorgestellt. Jeweils eine Abendgesellschaft widmet sich einem Thema. Am Ende jedes Treffens planen die TeilnehmerInnen ihre eigenen und eventuell auch gemeinsamen Aktionen zum Klima- und Ressourcenschutz und fangen sofort mit der Umsetzung an.

 

Wer Interesse hat, eine solche Gruppe in seinem Umfeld zu initiieren, kann sich gerne bei uns melden. Wir unterstützen die Gruppenfindung und auch das erste Treffen, bis die Gruppe ins Laufen kommt.

 

Nähere Infos: Flyer

 

Ansprechpartnerin: Doris Lorenz, lorenz@boell-sh.de, 0431-90 66 132

Interview mit Hannes Heer

Die erste sogenannte Wehrmachtsausstellung, die 1995 in Hamburg eröffnet wurde, legte die verbrecherische und alle bisherigen Normen sprengende Dimension des Vernichtungskrieges der deutschen Wehrmacht und die direkte Beteiligung vieler deutscher Soldaten offen. Die Ausstellung war Ausgangspunkt für innerfamiliäre Auseinandersetzungen und für eine breite und sehr kontroverse geschichtspolitische Debatte in der Bundesrepublik. Hannes Heer, ehemaliger Leiter der ersten Wehrmachtsausstellung, hat auf der Tagung „Erinnerung und Verantwortung“ der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein über die geschichtspolitische Bedeutung der Ausstellung berichtet und informiert. Jetzt hat er in einem Gespräch in der Heinrich-Böll-Stiftung Saar noch einmal eine persönliche Bilanz gezogen: Das Interview finden Sie hier: www.youtube.com/watch?v=lwGGETsKbU8

Dokumentation der Tagung „Erinnerung und Verantwortung, 31.10.2015, Kiel

Der Rückblick auf die erste Wehrmachtsausstellung 1999 in Kiel, eine Diskussion um die geschichtspolitische Würdigung der beiden Wehrmachtsausstellungen und die Debatte um die zukünftige Ausrichtung von Erinnerungsarbeit in Schleswig-Holstein haben unsere Tagung am 31. Oktober 2015 im Kieler Landtag geprägt. Sie stand unter dem Titel „Erinnerung und Verantwortung. 70 Jahre nach Kriegsende – 20 Jahre nach der ersten Wehrmachtsausstellung“. MitveranstalterInnen waren die Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte, die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten, der Landesbeauftragte für politische Bildung und das Kino in der Pumpe in Kiel.

 

Der Offene Kanal in Kiel hat unsere Tagung aufgenommen und in seine Mediathek gestellt. Hier ist der Zugang.

Im aktuellen Newsletter der Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein hat Harald Schmid einen Artikel über die Tagung geschrieben (Seiten 37 – 40): Zum Newsletter.

 Bild: von Kai Stoltmann; von Links: Lena Gürtler, Dr. Harald Schmid, Hannes Heer

Neues Prostitutionsschutzgesetz: Hintergrundiformationen und Positionen

Am 16. November 2015 haben wir gemeinsam mit dem Frauenbüro der Stadt Lübeck eine Veranstaltung zum neuen Prostitutionsschutzgesetz durchgeführt.

Dabei ging es vor allem um die Erwartungen an das neue Gesetz und um die Frage, welche konkreten Maßnahmen Prostituierten in Lübeck helfen könnten.

Wer weitere Hintergrundinformationen zu diesem Thema haben möchte findet diese auf der Homepage des Frauenbüros der Stadt Lübeck, gleich unter dem Einladungstext.