Die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin

Selbstverständnis

Die Heinrich-Böll-Stiftung gibt es seit 1987. Seit 1997 hat sie ihren Sitz in Berlin. Ihr Namensgeber ist der Schriftsteller und Nobelpreisträger Heinrich Böll. Er steht für eine Haltung, der auch die Stiftung verpflichtet ist: Verteidigung der Freiheit, Zivilcourage, streitbare Toleranz und die Wertschätzung von Kunst und Kultur als eigenständige Sphären des Denkens und Handelns. Die Heinrich-Böll-Stiftung steht der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe und versteht sich als Agentur für grüne Ideen und Projekte, als reformpolitische Zukunftswerkstatt. Sie unterhält 28 Auslandsbüros und ist damit Teil eines internationalen Netzwerks mit über 100 Partnerprojekten in rund 60 Ländern. Die Stiftung arbeitet mit 16 Landesstiftungen in den Bundesländern zusammen. Diese Landesstiftungen sind für ihre Programme selber verantwortlich; allerdings erhalten sie für ihre Arbeit von der Bundesstiftung eine finanzielle Ausstattung in vertraglich festgelegter Höhe. Die Arbeitsschwerpunkte der Stiftung sind Demokratie, Bildung und Kultur, Ökologie, Wirtschaft und Soziales, Europa, die transatlantischen Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik. In jedes der Themen fließt die Expertise unserer Auslandsbüros ein. Es gibt daneben noch zwei Querschnittsaufgaben: Geschlechterdemokratie sowie Migration und Diversity. Der Etat der Stiftung beträgt rund 46 Mio. Euro im Jahr. Das Geld kommt wie bei allen politischen Stiftungen in Deutschland von der öffentlichen Hand. Die Formate der Bildungsarbeit reichen von klassischen Publikumskonferenzen und Fachtagungen über Studien und Bücher bis zu Theateraufführungen, Ausstellungen und webbasierten Inszenierungen. Wir vergeben oder unterstützen die Vergabe von Preisen: Petra-Kelly-Preis, Hannah-Arendt-Preis, Friedensfilmpreis, Viral Video Award und Anne-Klein-Frauenpreis.

Struktur

Die Heinrich-Böll-Stiftung gliedert sich in mehrere Abteilungen. Quer zur politischen Bildung Inland und Ausland arbeitet das Gunda-Werner-Institut, das Feminismus und Geschlechterdemokratie weiter entwickelt. Die Grüne Akademie bringt Wissenschaft und Politik zusammen. Das Studienwerk ist verantwortlich für Auswahl und Betreuung der Studien- und PromotionsstipendiatInnen. Das Archiv Grünes Gedächtnis bewahrt die grüne Geschichte und bereitet sie für die Öffentlichkeit auf. Die Weiterbildungsakademie GreenCampus („Vom Wissen zum Handeln“) bildet die PolitikerInnen, Nachwuchskräfte oder ehrenamtlich Aktive von heute und morgen aus; an den entsprechenden Angeboten sind auch die Landesstiftungen beteiligt. In Köln pflegen Mitarbeiter den Böllschen Nachlass im Böll-Archiv der Stadt Köln. Die Stiftung hat einen hauptamtlichen Vorstand, den derzeit Ralf Fücks und Barbara Unmüßig bilden. Zweimal im Jahr tagt die 49-köpfige Mitgliederversammlung, das oberste Beschlussfassungsorgan der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sind die Landesstiftungen mit je einer Person vertreten, was dazu beitragen soll, Themen und Belange aus den Regionen in die Diskussionen und Planungen einzubringen.

Beispielhafte Projekte

In den letzten Jahren erhielt die Zusammenarbeit von Bundesstiftung und Landesstiftungen eine neue Qualität durch sogenannte Verbundprojekte. Im Jahr 2008 war das Motto „Sonne, Wind & Wir!“. Mit den Themen Klimaschutz, Politik und Kultur war die Heinrich-Böll-Stiftung von Juni bis September mit Veranstaltungen im Land unterwegs. Im Sommersemester 2009 hieß es „Wissen, was wirkt – Die Campustour 2009“. Mit ihr brachte die Heinrich-Böll-Stiftung gesellschaftliche Debatten an die Hochschulen. Der Schwerpunkt 2010/2011 hieß „Green New Deal“. Für das Jahr 2012 ist das Thema „Formen der Sozialen Teilhabe“.

MÖGLICHKEITEN DER MITARBEIT

Die Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet mit Initiativen und Institutionen zusammen, gelegentlich auch mit Einzelpersonen. Sie ist keine Förderstiftung. Kooperationen sind Verabredungen zur gemeinsamen Arbeit. Ehrenamtliche Gremien unterstützen die Arbeit, beraten in strategischen Fragen. In einigen Bereichen gibt es dafür Fachbeiräte, die gewählt werden. Die bereits erwähnte Mitgliederversammlung wählt ihre Mitglieder alle fünf Jahre. Die Grüne Akademie beruft ihre Mitglieder selbstständig. Der Unterstützerkreis „Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung“ trägt dazu bei, unbürokratisch und schnell Menschenrechte und Kunst zu fördern.

Soziale Netzwerke

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externe Events / Veranstaltungen

  • Erene
  • Green New Deal
  • Muthesius Kunsthochschule
  • .ausgestrahlt

Green New Deal