Kultur & Erinnerungsarbeit

Kultur & Erinnerungsarbeit

Foto: Eva Holm. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Kultur und kulturelle Identität eines Volkes sind immer auch Ausdruck seiner Geschichte. Das antifaschistische Selbstverständnis prägt das kollektive Gedächtnis der Deutschen. Aber es erweitert sich. Vor dem Hintergrund der  zunehmenden interkulturellen Zusammensetzung der Bevölkerung fließen andere Erinnerungen und Geschichtskonstruktionen und daraus erwachsende Formen des Gedenkens und Erinnerns in das kulturelle Selbstbild einer Gesellschaft ein.
Unsere Bildungsarbeit ist darauf ausgerichtet, diese Prozesse bewusst wahrzunehmen, zu fördern und in den vielfältigen Bereichen einer lebendigen Kultur zu verankern.

Erinnerungsarbeit

Politische Bildung ist eingebunden in kulturelle Traditionen und Prägungen und in das historische Gedächtnis einer Gesellschaft. Für Deutschland gilt dies in ganz besonderer Weise. Die Erinnerung an den Nationalsozialismus, an Verfolgung von Juden und anderen Minderheiten, an den Zweiten Weltkrieg und die monströsen Kriegsverbrechen mahnen zu einem „Nie wieder!“.
Gedenken und Erinnerung sind nie nur rückwärtsgewandt; sie setzen immer auch Orientierungen und Wertemaßstäbe für Gegenwart und Zukunft.

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Kultur

Kunst und künstlerisches Engagement sind Ausdruck der kulturellen – in einer Einwanderungsgesellschaft auch immer der interkulturellen – Identität einer Gesellschaft. Autor*innen nutzen Sprache in einer besonderen Weise, andere Künstler*innen verzichten ganz auf Sprache; sie markieren damit eigene Blickwinkel und Positionen für Interventionen in gesellschaftliche Prozesse. Das öffnet Denk- und Diskussionsprozesse, die herkömmlichen Bildungsprozessen verschlossen bleiben. Deswegen haben künstlerische Zugänge für unsere Bildungsarbeit eine besondere Bedeutung.

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