Atomausstieg

Atomausstieg

Foto: Wolfgang Schiller. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.
Die Atomenergie hat ihre Zukunft hinter sich, die Erneuerbaren Energien haben sie noch vor sich.

Der Widerstand sowohl gegen die nukleare Aufrüstung als auch die energetische Nutzung der Atomkraft hat viele Menschen in den 70er und 80er Jahren politisiert und schließlich zur Gründung der Partei Die Grünen geführt.
Nach den leidvollen Atom-Katastrophen in Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) streben wir in Deutschland bis zum Jahr 2022 den Ausstieg aus der energetischen Nutzung der Atomkraft an. Andere Länder - auch innerhalb der Europäischen Union – bauen jedoch noch neue Atomkraftwerke. Und auch in Deutschland haben wir noch kein Endlager für den radioaktiven Müll, den wir für 1 Million Jahre sicher verwahren müssen.  
Mit unserer Erinnerungsarbeit zu den Atom-Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima wollen wir die aktuelle Bedrohung durch die weltweite Nutzung der Atomenergie zum einen wachhalten und zum anderen durch den direkten Kontakt mit Betroffenen „greifbarer“ machen.

Europäische Aktionswochen - für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima

Jedes Jahr laden wir im Rahmen der Europäischen Aktionswochen Liquidator*innen der Atomreaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima zu uns nach Schleswig-Holstein ein, damit sie von ihren Einsätzen im Rahmen der Lösch- und Aufräumarbeiten in den Sperrzonen der havarierten Kernkraftwerke berichten sowie von den Ängsten und langfristigen Folgen erzählen. Mit unserem Gesprächsangebot für Schulen und in öffentlichen Veranstaltungen in verschiedenen Städten Schleswig-Holsteins wollen wir somit das Bewusstsein über die Risiken der Nutzung der Atomenergie wach halten.
Hierbei arbeiten wir eng mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund sowie mit Anti-AKW-Gruppen in Schleswig-Holstein zusammen.

Film: Das Ding am Deich - vom Widerstand gegen ein Atomkraftwerk (2012)

Mit diesem mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm hat die Regisseurin Antje Hubert den Widerstand gegen das Atomkraftwerk Brokdorf nachgezeichnet. Anfang der 1970er Jahre versetzten die Pläne zum Bau eines Atomkraftwerks die Bürger*innen rund um Brokdorf in Aufruhr. Die folgenden großen Proteste spalteten die Region und hielten die Republik 13 Jahre lang in Atem. Erst nach dem Super-GAU von Tschernobyl 1986 ging das AKW ans Netz. Die Regisseurin begleitet die regionalen Protagonist*innen in ihren Erinnerungen und aktuellen Protestaktionen und ergänzt diese durch eine Fülle an Archivmaterial.
Gemeinsam mit der Regisseurin haben wir begleitendes Unterrichtsmaterial zum Film entwickelt.

Damals wie heute - Zeitzeugen berichten

Foto: Irina Prichodko, 13 Jahre. All rights reserved.

In der audiovisuellen Ausstellung geben Betroffene aus der Ukraine, Weißrussland und aus Japan Einblicke in ihre Lebenssituation nach den Atomkatastrophen von Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011). Die Erlebnisse und die Situation der Zeitzeugen werden anhand von zehn „Hörbildern“ nachempfunden. Zudem gibt ein Film vertiefende Einblicke in die Geschichten der Menschen.
Die Ausstellung inklusive Begleitmaterial steht für den Verleih bereit.

Mythos Atomkraft - ein Wegweiser

Die Heinrich-Böll Stiftung hat namhafte internationale Experten gebeten, Fakten und Argumente zur Auseinandersetzung mit der Atomenergie aufzubereiten. Dieses Dossier stellt der Öffentlichkeit ein faktenreiches und atomkritisches Know How zur Verfügung. Ergänzt wird es um aktuelle Analysen, Berichte und Interviews zur Atomdebatte - nicht nur in Deutschland.

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