America first? Demokratie in der Krise

Veranstaltungsbild

Unsere Veranstaltungsreihe „Images of“ wird digital. In spannenden Online-Vorträgen referieren Leiter*innen der Auslandsbüros der Heinrich-Böll-Stiftung über die aktuelle politische und gesellschaftliche Lage im jeweiligen Land.

Die US-amerikanische Gesellschaft ist stark gespalten. Mit über 100.000 Corona-Toten und vielen Millionen Arbeitslosen spitzen sich historisch gewachsene soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten drastisch zu. Es bilden sich kilometerlange Autoschlangen vor Essensausgaben, Menschen sind von Obdachlosigkeit und Armut bedroht. Währenddessen gehen zigtausende Menschen gegen strukturellen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straßen und sehen sich einerseits mit Solidarität, andererseits mit Verachtung aus Politik und Polizei konfrontiert.

Präsident Donald Trump weist dabei sämtliche Verantwortung im Umgang mit der Krise von sich und befeuert die gesellschaftlichen Verwerfungen, anstatt eindeutig gegen Rassismus und für Zusammenhalt einzutreten.

Gemeinsam mit Bastian Hermisson, dem Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington, wollen wir am Dienstag, dem 7. Juli von 18.00 - 19.30 Uhr über die aufgeheizte Situation in den USA sprechen: Warum entlädt sich die Wut und Ohnmacht der schwarzen Bevölkerung gerade jetzt? Welche Auswirkungen haben die Folgen der Corona-Krise und die Proteste auf die Präsidentschaftswahl im Herbst? Wie gefährdet ist die Amerikanische Demokratie und was bedeutet das für die transatlantischen Beziehungen?

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Amerika-Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. durchgeführt.

Anmeldungen an veranstaltung@boell-sh.de