Vernissage und Fotoausstellungen zu Libyen

Der Blick durch einen Autoreifen auf eine Gruppe von Männern auf einem Markt.

Die Fotoausstellungen „Friday Market in Tripoli“ von Ahmed Barudi und „Leben auf der Flucht“ von Nordafrikakorrespondent Mirco Keilberth und u.a. Fotograf Taha Jawashi werden am 14. Februar eröffnet und sind vom 15. Februar bis 1. März im Atelierhaus im Anscharpark zu sehen.

 

“Sooq Aljomaa - Friday Market in Tripoli”

Ahmed Barudi, Mitgründer von Dwaya, ist für die Außendarstellung und Organisation der derzeit wichtigsten Künstlergruppe in Tripolis verantwortlich. Street Photography zeigt für Barudi das Einfangen eines menschlichen Gefühls und die Fotografie eines Menschen in seiner Umgebung, als Bewohner*innen. Durch die Linse und das Auge des Fotografen wird beides reflektiert. Das, was gesehen wird und das, was derjenige fühlt.
“And at the end of every Friday, some would have gained what others lost and some w
ould have taken what others left”, beschreibt Ahmed Barudi. In seiner Street Photography Ausstellung „Friday Market in Tripoli“ zeigt er alltägliche Momentaufnahmen von dem Wochenmarkt „Souq Aljuma“ in Tripolis. Barudi beschreibt den Wochenmarkt als Ort, an dem Menschen, Tiere und Dinge zusammenkommen, jede*r mit eigener individueller Geschichte.

 

„Leben auf der Flucht“

Die Ausstellung „Leben auf der Flucht“ widmet sich dem Phänomen der Migration nach Europa und den Strukturen, die sich seit 2015 gebildet haben. Durch den Krieg in Syrien, der wirtschaftlichen Perspektivlosigkeit in Afghanistan oder in Westafrika verlassen weiterhin viele Menschen ihre Heimat.
Entlang der Fluchtrouten sind inzwischen Schmuggler*innennetzwerke und Geschäftsmodelle entstanden. Auf der östlichen Mittelmeerroute gibt es Flüchtlingslager durch staatliche Strukturen und private Helfer*innen. In Agadez, Tripoli und den Routen durch den Sudan, Tschad und über das Mittelmeer sind Schmuggler*innen und Milizen die einzigen Autoritäten.
Die Fotograf*innen Marcus Rhinelander, Antonia Zennaro, Daniel Etter, Taha Jawashi und der Journalist Mirco Keilberth geben mit ihren Bildern und begleitenden Texten Einblicke in die Welt derjenigen, die sich auf den Weg in ein neues Leben gemacht haben. Die Ausstellung „Leben auf der Flucht“ lässt auch diejenigen zu Wort kommen, die sich für Migranten*innen engagieren und die Zustände in Libyen, Tunesien und Bosnien-Herzegowina kritisieren.
Die Wanderausstellung ist eine Plattform für Debatten und Strategien eines Phänomens, das seit 2015 auch den innenpolitischen Diskurs in Deutschland mitbestimmt. Weitere Infos zur Fotoausstellung unter: http://worldcivil.net/

Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten: Fr - So: 15 – 18 Uhr

 

Vernissage am 14. Februar 2020

Einleitende Worte
Monika Heinold, stellvertretende Ministerpräsidentin Schleswig-Holstein

Impulsvortrag zur deutschen Asylpolitik
Franziska Vilmar, Amnesty International Deutschland e.V.

Gemeinsames Gespräch
mit Stefan Schmidt, Beauftragter für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen Schleswig-Holstein, in Hinblick auf die Perspektiven für Schleswig-Holstein

Rundgang durch die beiden Fotoausstellungen
„Friday Market in Tripoli“ von Ahmed Barudi
„Leben auf der Flucht“ von Nordafrikakorrespondent Mirco Keilberth und unter anderem Fotograf Taha Jawashi